Uboatnet-England_H-Klasse - uboatnet.de

Die Boote der H-Klasse waren Einhüllen-Unterseeboote mit innen gelegenen Tauchzellen des >Electric Boat<-Entwurfs. Während des ersten Weltkrieges waren nicht alle U-Boote der Royal Navy in Großbritannien gebaut worden. Zehn Boote bestellte die Führung der Royal Navy bei der Electric Boat Co. in Groton, annähernd nach demselben Entwurf wie die amerikanische H-Klasse gebaut.

Gleichzeitig wurden zehn weitere Boote bei der Canadian Vickers in Montreal gebaut, bzw. in Auftrag gegeben. Die Lieferung der kanadischen Boote (H 1-H 10) erfolgte bald, aber die zehn amerikanischen Boote (H 11-H 20) hielt die amerikanische Regierung bis zur Kriegserklärung an Deutschland zurück.

In Dienst gestellt, erwies sich der Entwurf als sehr gelungen und die Italiener bestellten acht und die Russen sechs Boote der H-Klasse. Inzwischen war die Royal Navy von diesem Bootstyp so beeindruckt, daß sie auf britischen Werften weitere 33 Boote in Auftrag gab. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, den Entwurf geringfügig zu vergrößern. Die 45,7-cm-Torpedorohre wurden durch 53,3-cm-Rohre ersetzt und ein stärkeres Funkgerät wurde eingebaut.

Bis zum Kriegsausbruch 1939 waren nur neun Boote im Dienst verblieben. Den größten Teil der Zeit zwischen den Kriegen hatten sie der Ausbildung von U-Boot-Besatzungen un U-Jagdfahrzeugen gedient, und diese Aufgabe nahmen sie auch fast die gesamte Kriegszeit, 1939 - 1945, wahr. Im ersten Kriegsjahr, 1940, gab es jedoch nicht genügend moderne U-Boote, und so mußten die kleinen und alten Boote der H-Klasse als Einsatzboote Dienst verrichten.

Eines der Boote (H 49) ging durch Feindeinwirkung und ein anderes Boot (H 31) aus unbekannter Ursache verloren. Von den übrigen Booten wurden Ende 1944 vier zum Verschrotten verkauft, die restlichen drei 1945 verschrottet.