Uboatnet-Wolfsrudel-Typ_XXI - uboatnet.de


Die ausgeführten Angriffe liefen nach Berichten der Kommandanten in völlig anderer Weise als die der konventionellen Boote. Nach optischer Sichtung eines Zieles bzw. dessen Ortung durch Radar oder Unterwasserhorchgerät lief das Boot getaucht mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs, bis das Zielgebiet erreicht war.
Ohne Benutzung des Sehrohrs konnten Entfernung und Peilung des Zieles mit hoher Genauigkeit durch Sonar und Unterwasserhorchgerät bestimmt und die Schußunterlagen in einem Feuerleitgerät berechnet werden. Ein Entkommen war mit hoher Geschwindigkeit in Tauchfahrt fast immer erfolgreich da das feindliche Sonar bei Geschwindigkeiten von über 12-13 Knoten unwirksam wurde.

Hier eine kleine " Geschichte " zum Typ XXI :

Boot U 2511, Kommandant Korvettenkapitän Adalbert Schnee.
..... Nachdem Schnee der Befehl zur Kampfeinstellung erreicht hatte, stieß er
beim Rückmarsch zum Heimathafen auf eine britische Kampfgruppe und fuhr einen
Scheinangriff:

" Wir gingen auf Sehrohrtiefe und ich sah im Sehrohr einen englischen Kreuzer
der Suffolk-Klasse, von mehreren Zerstörern gesichtert. Einen solchen Brocken
hatte ich während des ganzen Krieges nicht vor den Bug bekommen, und nun, ausgerechnet
wenige Stunden nach Einstellung der Kampfhandlungen.
Wie beim schulmäßigen Angriff in der Ostsee fuhr ich deshalb weiter in Richtung auf den
englischen Kreuzer. Unser Boot untertauchte die Zerstörer-Sicherung ung ging dann
zwischen Sicherung und Kreuzer wieder auf Sehrohrtiefe....Das Boot stand zu diesem
Zeitpunkt 600 m seitlich vom Kreuzer, in einer Schussentfernung, die in jedem Fall
zum Erfolg führt.
Dann ging es wieder auf Tiefe unter dem Kreuzer hindurch. Der Heimmarsch wurde
fortgesetzt
".

Ein späteres Gespräch zwischen Schnee und dem Kreuzerkommandanten ergab unter Vergleichen der beiderseitigen Logbücher, daß die Anwesenheit von U 2511 weder an Bord des Kreuzers noch der Zerstörer bemerkt worden war.