Uboatnet-Chronik der Uboote - uboatnet.de
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Chronik der Uboote

1465
entwirft der Nürnberger Kriegsbaumeister Kyeser ein Tauchboot.
1604
beschreibt Magnus Pegel in einem Buch die Grundgedanken für den Bau eines Tauchbootes.
1691
baut der französische Physiker Denis Papin (Professor an der Philipps-Universität Marburg ) im Auftrag des Landgrafen von Hessen ein Tauchboot ( 1692 : Versuch fehlgeschlagen).
1776
baut der Amerikaner David Bushnell die " Turtle " ("Seeschildkröte"), eine Konstruktion aus Eisen und Eichenholz. Sie gilt als erstes Unterwasserfahrzeug. Als Antrieb dienen zwei über Handkurbeln betriebene Schrauben.
1799
beschreibt der Bergmeister Joseph von Baader eine Konstruktion für ein Zwei-Mann-U-Boot.
1801
entwirft der Amerikaner Robert Fulton die " Nautilus ". Sie besitzt einen Handkurbelantrieb auf eine Schraube, Ruder zur Seiten- und Tiefensteuerung sowie ein Druckluftsystem zur Versorgung der dreiköpfigen Besatzung mit Atemluft. Die "Nautilus" erregt die Aufmerksamkeit Napoleons , gilt aber schließlich für militärische Einsätze als zu langsam.
1850
ässt der bayrische Artillerie-Unteroffizier Wilhelm Bauer das erste in Deutschland gebaute U-Boot, den so genannten " Brandtaucher ", zu Wasser. Der Entwurf wird unter enormen Kostendruck gebaut, daher wurde sowohl auf Tauchzellen wie auch auf verschiebbare Trimmgewichte verzichtet. Der Tauchvorgang soll durch das Fluten von Wasser in das Boot erfolgen. Beim ersten Tauchversuch am 1. Februar 1851 in der Kieler Innenförde verschiebt sich der Ballast nach achtern, das Wasser fließt ebenfalls ins Heck, und weil das Boot schon zu schwer war, sinkt es. Weiteres Wasser dringt durch die Nähte der Außenhaut und das Einstiegsluk, und das Boot sinkt auf ca. 20 Meter Wassertiefe. Die Besatzung wartet in dem auf dem Grund liegenden Boot, bis der Innendruck so groß ist wie der Außendruck, dann lässt sich das Einstiegsluk öffnen und die drei Männer, unter ihnen Wilhelm Bauer selbst, können an die Oberfläche auftauchen, wo sie gerettet wurden.
Das Original ist im Museum der Bundeswehr in Dresden zu besichtigen. Ein Nachbau steht im Deutschen Museum für Technik im München.
1864
werden während des amerikanischen Bürgerkrieges mehrere handgetriebene U-Boote gebaut, u.a. die "C.S.S. H. L. Hunley ". Diese gilt als das erste U-Boot, welches ein gegnerisches Schiff versenkte, nämlich die "U.S.S Housatonic " (am 17. Febr. 1864). Bei dieser Aktion geht das U-Boot mitsamt seiner neunköpfigen Besatzung verloren. Am 4. Mai 1995 wird die Hunley gefunden und geborgen (siehe www.hunley.org ).
1914 -
1918
wurden im Ersten Weltkrieg U-Boote erstmals im größeren Umfang militärisch eingesetzt; vor allem bei der kaiserlichen deutschen Marine, aber auch bei der britischen Marine. Zahlreiche Schiffe wurden durch U-Boot-Angriffe versenkt. Besonderes Aufsehen erregte die Versenkung des britischen Passagierdampfers Lusitania am 7. Mai 1915 . Es wird bis heute angenommen, dass die zahlreichen dabei ums Leben gekommenen amerikanischen Passagiere ein Grund für den späteren Kriegseintritt der USA waren.
1939 - 1945
versenkten deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg mehr als 2.800 alliierte Schiffe. Die Verbesserung des Sonar und die Dechiffrierung des deutschen Funkcodes brachten 1942 die Wende: Die U-Boote wurden gejagt. Von den 40.000 Mann starken U-Boot-Besatzungen starben bis zum Ende des Krieges 28.000 Mann.
1954
läuft das erste atomgetriebene U-Boot, die USS Nautilus (SSN-571) , in der USA vom Stapel.
1958
passiert die USS Nautilus (SSN-571) als wahrscheinlich erstes Wasserfahrzeug den geographischen Nordpol bei einer Tauchfahrt unter der Arktis
1963
zerbricht die USS Thresher bei einen Tieftauchversuch, im Atlantik , in 6 Teile. Es wird vermutet, dass eine Hochdruckleitung platzte und so ein unkontrollierter Wassereinbruch erfolgte.
1968
ereignet sich an Bord des sowjetischen U-Boots K-129 eine Explosion, worauf das U-Boot sinkt. 98 Mannschaftsmitglieder finden den Tod. Dies war der Auftakt zum Jennifer-Projekt , dem geheimen Versuch der CIA , ein U-Boot aus über 5.000 Metern Tiefe zu bergen.
1968
verschwindet die USS Scorpion bei einer Fahrt von Gibraltar nach Norfolk nahe der Azoren . Es gibt verschiedene Spekulationen, was passiert sein mag, beginnend bei einer Kollision bis hin zu einem unkontrolliert losgelaufenen Torpedo. Die Aufzeichnungen des Kurses zeigen, dass Letzteres der Wahrheit vermutlich am Nächsten kommt.
1972
U 995, ein Uboot vom Typ VII C bekommt seinen "Ruheplatz" vor dem Marine-Ehrenmal in Laboe. U 995 ist das letzte erhalten gebliebene Typ VII Uboot.
2000
sinkt das russische U-Boot Kursk (K-141) infolge Explosionen eigener Torpedos samt aller 118 Mann Besatzung.


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