Die Entwicklung des Unterseebootes
Seite 3
Ein offentsichtlich erfolgloses elektrisch angetriebenes Unterseeboot
wurde mit der Nautilus II von
Campbell und Ash, im Jahre 1885 gebaut.
In Spanien baute ein spanischer Marineoffizier, Leutnant Peral,
1886 ein Boot für die spanische Marine.
Nach ihm selbst benannt, war dieses Boot das erste, das ein Unterwasserantriebssystem
benutzte, was völlig unabhängig von der Atmosphäre arbeitete.
Das Boot besaß 420 !! elektrische Batterien, die zwei 30-PS-Hauptmotoren
und drei 5-PS-Hilfsmotoren zum Auspumpen der Ballasttanks antrieben.
Peral schuf sich selbst Probleme, indem er dasselbe unbefriedigende
System von Vertikalschrauben zum Halten der Tauchtiefe wie die >Nordenfelts<
benutzte. Obwohl im allgemeinen eine vernünftige Konstruktion wurde
aus Perals Unterseeboot nichts, weil ihm die offizielle Unterstützung
fehlte. * ( Hinweis --> beachten )
Es blieb Frankreich vorbehalten, das zu entwickeln, was sich als das erste
leistungsfähige moderne Unterseeboot erweisen sollte.
Der große französische Schiffbauer Dupuy de Lóme
begann an der Konstruktion eines Tauchbootes zu arbeiten und als er 1885
starb, führte sein Jünger, Gustave Zedé, sein
Werk fort.
Nach seinen Plänen wurde 1886 ein kleines, elektrisch
angetriebenes Boot für die fränzösische Marine in Auftrag
gegeben.
Im Jahre 1888 lief es als Gymnote vom
Stapel. Auch sie war mit den verderblichen Vertikalschrauben ausgetattet
und anfangs nicht besonders erfolgreich, aber die Konstruktion verhieß
genug um ein viel größeres Fahrzeug die Gustave Zedé,
in Auftrag zu geben.
Wieder verliefen ihre anfänglichen Erprobungsfahrten nicht völlig
zufrieden stellend, aber ein längerer Zeitraum des Experimentierens
und des Umbaus brachte schließlich in beiden Fällen betriebsfähige
Unterseeboote hervor.
Tiefenruder verliehen dem Boot eine größere Kontrollierbarkeit
und zusätzlich wurde eine Deckverkleidung angebracht, um eine sichere
Überwasserfahrt zu gewährleisten.
Während diese Umbauten noch vorgenommen wurden, gab man ein drittes
Fahrzeug, die Morse, in Auftrag.
Ihr Hauptunterscheidungsmerkmal bestand darin, dass man auf ihr das Periskop
einführte.
Während sich die Morse noch im Bau befand, legte die fränzösische
Marine sogar noch ein weiters Unterseeboot auf Stapel. Das war die epochemachende
Narval. Ihr Konstrukteur, Maxime Laubeuf, hatte einen offenen Wettbewerb
für den Entwurf eines Unterseebootes gewonnen, das 200t verdtängt
und über Wasser eine Reichweite von 100 Meilen und getaucht eine Reichweite
von 10 Meilen haben sollte.