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Privates Tagebuch von Werner Fiedler
geb.18.10.1918   E Maschinenmaat von U 1004
Einträge vom 16.12.43 - 23.10.44
U 1004
Indienststellung 16.12.43 Hamburg  Blohm & Voß
22.08.44
Auslaufen zurersten Feindfahrt 8 Uhr von Kiel
24.08.44
9.30 Uhr Einlaufen in Horten (Schnorchelausbildung)
26.08.44
Auslaufen von Horten
27.08.44
Einlaufen in Cristiansand und Freizeit freie Erholung bis zum Auslaufen zur Feindfahrt
29.08.44
Cristiansand : Auslaufen und beginn der ersten Feinfahrt 20 Uhr
18.09.44
Im Operationsgebiet Nordatlantik angekommen (freie Jagd)
25.09.44
Hoher Seegang und trozdem wird geschnorchelt. 21 Uhr Wassereinbruch im Boot, durch das Dieselzulaufkopfventil und gleichfalls durch den Schnorchelmast, da der Schwimmer klemmte. Ursache Boot ist beim schnorcheln unterschnitten. Boot sank zusehends und es bestand in dieser Lage kaum noch rettung. Wir hatten schon (9Tonnen-900Liter) Wasser im Boot. Die Luft wurde immer dünner, sodaß alles müde wurde und Übelkeit verspürte. Die Lage war alles andere alls rosig. Trotzallen wurde alles versucht das Boot zu halten u. zu retten. Nach 2 Stunden gelang es uns wirklich das das Boot zu halte und alle Gefahr war beseitigt u. wir atmeten auf und waren glücklich .Dafür war alles mit den Nerven fertig. Nun ging alles seinen gewohnten Gang und wir warteten auf den Geleitzug.
01.10.44
3.45 Uhr Rückzug vom Operationsgebiet
09.10.44
Von einer englischen Suchtruppe geortet. Wir gingen sofort auf tiefe (115Meter) alles abgeschaltet. Schleichfahrt und größte Ruhe im Boot . Wer keine Wache und nichts zu tun hat geht schlafen, da wir auf Grund lagen. Gegner hat uns nicht gefunden denn die <Wasserbomben gingen 2.3 Seemeilen daneben. Es ist sehr kalt da wir keinen Heitzkörper anschalten dürfen um Strom zu sparen.
10.10.44
3 Uhr aufgetaucht und auf 15 Meter geschnorchelt. Es ist Kurs Heimat
17.10.44
1 Britischen Zerstörer torpediert und versenkt.
23.10.44
3 Uhr vor Bergen Einfahrt u. Aufgetaucht. Von einem britischen Moskitoflieger empfangen, der uns mit seinen Bordwaffen beschoss. Unsere Waffen sprachen eine deutliche Sprache mit ihm und wir konnten schleunigst die Kurve kratzen. Um 10 Uhr legten wir in Bergen an der Pier am Marineholm an. Alles wurde abgestellt und am Oberdeck angetreten, empfang durch den Flottillenchef anschließend wurden wir mit einem Auto zu unserem Wohnhaus zur Stützgruppe  gefahren. Beendigung der letzten Feinfahrt. 
Dieser Tagebuchauszug wurde mir von Ralph Fiedler, Sohn des Werner Fiedler zur Verfügung gestellt.