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Angriffstaktiken der Uboote
Im Jahre 1935 gab es drei recht verschiedene Lehrmeinungen über die Führung eines Uboot-Krieges; die der Admiralität in London, die des Oberkommandos der Marine in Berlin und die von Fregattenkapitän Karl Dönitz.
Wie ja hinreichend bekannt bildeten die mächtigen Schlachtschiffe und schnellen Kreuzer der Briten das Rückgrat deren Flotte. Das Uboot hatte in diesem Rahmen keinen Platz. Es war zu langsam um mit einem Flottenverband zusammen operieren zu können. In der britischen Admiralität sah man einen Einsatz von Ubooten in Küstennähe oder in Seegebieten mit wenigen Schiffen der Royal Navy vielleicht als ganz nützlich, aber im Großen und Ganzen hielt man nichts von der Ubootwaffe. Diese Beurteilung zeigt sich deutlich an der Zusammensetzung der Royal Navy zu Beginn des 2.Weltkrieges. Die Briten besaßen die weltweit größte Flotte von Überwasserschiffen, jedoch nur 69 Uboote von denen auch nur 57 einsatzbereit waren.
Da England bereits kurz nach dem 1.Weltkrieg sehr gute Entwicklungsfortschritte im Bereich der Uboot-Ortung machte und man mit dem als ASDIC bezeichnetem Gerät in der Lage war Uboote zu orten und anschließend mit Überwasserkräften vernichten konnte, kam man zu dem Entschluß das Uboote in einem künftigen Krieg keine große Rolle spielen werden.
Einen ähnlichen Entschluß faßte man auch in Berlin, allerdings konnten die Tatsachen welche zu dem Entschluß führten, Karl Dönitz nicht überzeugen. Im Gegenteil, er war sicher, daß die Ubootwaffe eine große Zukunft haben werde.
Er begann 1935 die Art und Weise des Einsatzes der Uboote neu zu definieren und stellte dafür folgende vier Grundsätze auf: